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Kipperkarten

Kipperkarten


Kipperkarten: Foto: © Kzenon / shutterstock / #361944542
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Wer möchte nicht wissen, was das Leben noch so alles für einen bereit hält? Doch nicht immer ist es nur die Neugierde, warum wir beispielsweise einen Blick in die Karten werfen. Oftmals benötigen wir in einer bestimmten Situation eine Art Wegweiser, weil wir in der Routine den Abstand zum Leben verloren haben. Wir sehen sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht, fühlen uns in unserer eigenen Gedankenwelt gefangen. Hier kann eine objektive Sicht der Dinge neue Perspektiven offenbaren oder auch bei der Entscheidungsfindung dienlich sein.

Es gibt eine Vielzahl von Kartendecks, die zu den verschiedenen Themen des Lebens befragt werden können. Die Kipperkarten gehören hierbei zu den beliebtesten und populärsten Wahrsagekarten. Neben der aktuellen Situation kann sowohl Vergangenes wie auch Zukünftiges betrachtet werden.

Rund um Susanne Kipper und ihre Karten

Die Wahrsagekunst erlernt haben soll Susanne Kipper bei den Zigeunern (Sinti/Roma). Vermutlich hat sie dabei Zigeunerkarten genutzt, denn es lässt sich eine gewisse Übereinstimmung bei der Gestaltung von Kipperkarten und Zigeunerkarten finden. Allerdings sind sie nicht deckungsgleich. Etwa um 1870 herum soll sie ihre eigenen Karten entworfen haben.

Die 36 Karten sind durchnummeriert und bestehen aus Situations- und Personenkarten. Der Kartentitel steht nicht zwingend für den reellen Spiegel einer Situation. Die Gestaltung der Wahrsagekarten steht für Alltagssituationen des späten 19. Jahrhunderts, die aber problemlos auf die heutige Zeit umgelegt werden können.

Das Kartendeck wurde aufgrund seines Erscheinungsbildes somit auch in der gehobenen Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts salonfähig. Die ersten Kipperkarten waren in Deutschland 1890 unter dem Namen Karten der berühmten Wahrsagerin Frau Kipper mit einem Anleitungsheft erhältlich. Sowohl 1900 wie auch 1910 wurden Neuauflagen des Kartendecks unter der Bezeichnung Gezeichnet und herausgegeben von F. Kipper publiziert.

Ein weiteres Kartendeck, welches neu gestaltet wurde, kam 2006 unter der Bezeichnung Das mystische Kipper auf den Markt. Dieses umfasst auch 36 Karten und ist mit einem Begleitbuch erhältlich. Bei genauerer Betrachtung weichen sie durchaus ein wenig in ihrer Symbolik von den herkömmlichen Karten ab, dennoch erfreuen sie sich einer gewissen Beliebtheit bei Wahrsagungen oder Kartenlegungen.

Legesysteme und Deutung

Wie die Karten ausgelegt und gedeutet werden, hängt vom Ziel und der Fragestellung ab. In bestimmten Situationen erweist sich auch eine Kombination von verschiedenen Legesystemen als sinnvoll. Beispielsweise wenn Verbindungen ins richtige Verhältnis gesetzt werden sollen oder ein bestimmtes Thema detaillierter betrachtet werden möchte. Hierbei können die Personenkarten eine wichtige Rolle spielen.

Sehr beliebte Legesysteme der Kipperkarten sind beispielsweise das keltische Kreuz, die große Tafel oder das große Blatt. Auch die sogenannte Traumreise wird gerne genutzt.

Unabhängig des genutzten Legesystems ist die anschließende Deutung der ausschlaggebende Punkt. Jede einzelne Karte hat eine eigene Symbolik. Werden mehrere Karten ausgelegt, müssen diese als Ganzes Bild betrachtet werden. Denn es ist wichtig für eine individuelle Interpretation, auch etwaige Zusammenhänge erkennen zu können.

Da sich die Karten gegenseitig beeinflussen und/oder negieren können, ist eine auf den Klienten und dessen Ziel angepasste Deutung unerlässlich. Hierbei ist nicht nur das Wissen um die Bedeutung der einzelnen Karten maßgeblich, sondern auch Einfühlungsvermögen und Intuition sowie Menschenkenntnis wichtig. Nur dann sind die Aussagen auch als Wegweiser dienlich.

Wie können die Kipperkarten genutzt werden?

Aufgrund der Vielzahl von Personenkarten werden die Kipperkarten gerne befragt, wenn es um Themen rund um Liebe und Beziehung geht. Aber auch im Hinblick auf zwischenmenschliche Beziehungen im privaten beziehungsweise sozialen Umfeld. Grundsätzlich können sie aber auch für alle anderen Bereiche des Lebens zum Einsatz kommen.

Die Situationskarten können die verschiedenen Fragen des Alltags beantworten. Bei einem Blick in die Karten lassen sich so oftmals auch Verbindungen zwischen verschiedenen Lebensbereichen aufzeigen, die im Bewusstsein des Klienten bis dato noch nicht wahrgenommen wurden.

Die Aussagen der Kipperkarten sind grundsätzlich als Tendenz zu sehen, wie es auf die jetzige Situation bezogen in der Zukunft weitergehen könnte. Zugleich können sie aber auch Perspektiven und Potenziale offenbaren oder auch für eine andere Sichtweise sorgen. Problematiken können so eine neue Wertigkeit bekommen, neue Denkanstöße zur Entscheidungsfindung dienlich sein.

Zudem können diese Wahrsagekarten auch als Spiegel der Persönlichkeit genutzt werden, Charaktereigenschaften und persönliche Umstände offenbaren. So werden unsere eigenen Überlegungen um neue Informationen erweitert. Die Aussagen werden somit auch zu einer Art Wegweiser und können wichtige Impulse für die Zukunft geben. Des Weiteren geben sie uns die Möglichkeit, unser eigenes Leben und auch die Menschen um uns herum besser zu verstehen.




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